Trivapor – Das letzte Dampfschiff soll wieder fahren!
Das Projekt der Wiederinbetriebnahme der DS Neuchâtel
Seit 1969 fristete der historische Raddampfer “Neuchâtel” im Hafen von Neuenburg ein zweckentfremdetes Dasein als Restaurantschiff. Beim Umbau wurde leider die historisch wertvolle Dampfmaschine verschrottet. Auch erfuhr das Schiff verschiedene, wenig vorteilhafte Umbauten. Im Jahre 1999 wurde von verschiedenen Persönlichkeiten aus der Region der Verein Trivapor gegründet, mit dem Ziel den alten Dampfer zu erwerben, vollständig zu restaurieren und ihn als attraktives Ausflugsschiff wieder einzusetzen.
Als Schiffstyp ist die “Neuchâtel” der letzte Halbsalondampfer der Schweiz, der letzte Fluss- und Seendampfer des Landes, und auch das allgemein letzte Dampfschiff der Jura-Seen Region. Das Schiff ist speziell tief gebaut, damit es alle Brücken des Zihl- und Broyekanals passieren kann! Der Kamin des Schiffes kann hierfür teleskopisch versenkt werden und die Lüfter sind demontierbar.
2004 gelang Trivapor mit dem Erwerb einer historischen und perfekt passenden Schiffsdampfmaschine der erste wichtige Schritt, um die alte “Neuchâtel” wieder zu neuem Leben zu erwecken. Im Februar 2007 folgte schliesslich der zweite und noch wichtigere Meilenstein, als der Verein Trivapor die DS Neuchâtel von seinen vormaligen Besitzern erwerben konnte.
Durch den Kauf des Schiffes sind damit alle notwendigen Rahmenbedingungen, die zu einer erfolgreichen Reaktivierung des besonderen Belle Epoque Dampfers notwendig sind, gegeben. Mit einer gross angelegten Spendenkampagne, soll die Renovation finanziert werden. Unser Ziel ist es, die DS Neuchâtel ab 2011 wieder auf den Juraseen verkehren zu lassen.
Steckbrief
Maffei Maschine Nr. 576, von TRIVAPOR im Juni 2004 erworben für die ss „Neuchâtel“
Haupteigenschaften: schrägliegende 2-Zylinder-Verbundanlage des Typs Stephenson
Ursprungs-Schiff: ss „Ludwig Fessler“, auf dem Chiemsee (Bayern) verkehrendes Dampfschiff, 1973 auf diesel-elektrischem Antrieb umgebaut, heute noch im Verkehr